BILDER DER ARBEIT

Ford Madox Brown
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Dieses Bild wurde 1852 in Hampstead begonnen. Der Hintergrund, der die Hauptstraße jenes Vorortes nicht weit vom "Heath" darstellt, wurde an Ort und Stelle gemalt (Freilichtmalerei!, K.T.) Zu jener Zeit wurden umfassende Bauarbeiten in der Umgebung durchgeführt und während ich täglich den britischen Erdarbeiter oder "navvy", wie er sich nennt, sah und betrachtete, im vollen Gang seiner Aktivitäten (mit seinem männlichen und malerischen Kostüm und mit dem vollen Leuchten der Farbe, das Bewegung unter der heißen Sonne verleiht) erschien es mir, daß er der Fähigkeiten eines englischen Malers ebenso würdig sei, wie der Fischer der Adria, der Landarbeiter der Campagna oder der neapolitanische Bettler. Nach und nach entwickelte sich diese Idee zu der des "Work", so wie es jetzt besteht, mit dem britischen Erdarbeiter als zentraler Gruppe, als dem äußerlichen und sichtbaren Typus des "Work". Hier wird der junge Erdarbeiter im Stolze männliche Gesundheit und Schönheit dargestellt; der starke, vollentwickelte Erdarbeiter, der seine Arbeit macht und sein Bier liebt, der egoistische, alte ledige Erdarbeiter mit kräftigen Gliedmaßen und der vielleicht etwas hart ist, wenn es um Mitleid geht, der Erdarbeiter stark animalischer Natur, der, wäre er nicht als er jung war, gelehrt worden sich mit sinnvoller Arbeit zu beschäftigen, heute vielleicht sogar seine Zeit unnütz vertun würde. Daneben Paddy mit seinem Schubkarren und seiner Pfeife im Mund. Der junge Erdarbeiter, der den Platz des Helden in dieser Gruppe und im Bild einnimmt, steht auf etwas, das man als Landungssteg bezeichnet, auf einer Rampe, die sich zur Hälfte im Graben befindet; zwei Männer von unten schaufeln die Erde zu ihm hoch, während er sie auf den Haufen außerhalb schaufelt. Diesen folgt hinsichtlich der Bedeutsamkeit der zerlumpte Kerl, dem nie das Arbeiten beigebracht wurde; mit seinen rastlosen, leuchtenden Augen zweifelt und verzweifelt er an allem. Ohne seine gewisse unmännlich sanfte Veranlagung und seine Liebe zur Natur hätte er ein Einbrecher sein können! Er wohnt in der "Flower and Dean Street", wo die Polizisten zu zweit Streife gehen und wo er von den schlimmsten Halsabschneidern umgeben ist, aber er ist harmlos; und vor Morgengrauen kann man ihn meilenweit entfernt auf dem Lande sehen, wo er seine Wildkräuter sammelt, um Interesse für die Natur zu erwecken und möglicherweise in einem angehenden Botaniker einen Käufer zu finden. Wenn er erschöpft ist, kehrt er zu seiner Bude zurück, wobei sein Weidenkorb voller Blumen in einem offenen Hofraum bleibt, der Durchgangsweg der zusammengepferchten Bewohner dieses Lieblingsplatzes der Lasterhaftigkeit ist und in dem niederträchtige Jungen spielen; sein Korb wird jedoch nur selten behelligt, es sei denn durch das unbewußte Torkeln irgendeines Trunkenboldes. Die brotbringenden Dinge sind den Armen heilig. Gegenüber diesem Mann, der nicht arbeiten kann stehen zwei Männer, die scheinbar nichts zu tun haben. Dies sind die Kopfarbeiter, die, obwohl sie müßig erscheinen, arbeiten und die der Grund für wohlgeordnete Arbeit und das Glücklichsein anderer sind. Weise, wie jene, die im alten Griechenland ihre Meinung auf dem Marktplatz verkündeten. Vielleicht hat einer von ihnen schon, ehe er oder andere es wußten, eine Nation nach seinem Muster geformt, eine bisher streitsüchtige Rasse; vielleicht zur Ruhe gebracht mit einem einzigen Wort den Emigrationsstrom verhundertfacht, mit einem anderen die politischen Gefühlsausbrüche beider Parteien unterdrückt - er hat vielleicht die Vorstellungen der Menschen über Kriminelle, über Sklaverei, über viele Dinge völlig umgekehrt, und geht immer noch für viele kaum bekannt umher. Der andere, in freundlicher Gemeinschaft mit dem Philosophen, vielleicht über einige seiner wilden Ausbrüche oder zynischen Hiebe lächelnd (da Sokrates zeitweise den Ernst seiner Zuhörer auf seltsame Weise durch die Erbarmungslosigkeit seiner Witze stört - gegen Lasterhaftigkeit und Torheit (?)), ist für einen verwandten aber doch sehr unterschiedlichen Sinn bestimmt. Ein Geistlicher, so wie ihn die Kirche von England als Beispiel bietet - ein Priester ohne Arglist - ein Ehrenmann ohne Hochmut, in enger Verbindung zur Arbeiterklasse, "allen Menschen Ehre erweisend", "der Wohltätigkeit nie überdrüssig". Gelehrter, Autor, Philosoph und auch Lehrer, auf seine Art; er scheut auch nicht praktisches Zupacken, selbst wenn es nur geringen Erfolg verspricht (...). Neben diesen, auf der schattigen Böschung, sind andere Gestalten, die keine Arbeit haben: Heuschnitter auf der Suche nach Arbeit; ein Stoiker von der "Emerald Island", seinen Hut mit Heu vollgestopft, um den Windzug herauszuhalten; er ist Stoiker vor allem dann, wenn der Tabak ihm knapp ist; ein junger schuhloser Ire, mit seiner Frau, ihren Erstgeborenen mit kaltem Brei fütternd; ein alter Seemann, der zum Heuschnitter wurde und zwei junge Landarbeiter auf der Suche nach Erntearbeit, mit verminderter Kraft, vielleicht durch Fieber - möglicherweise durch Not. Hinter dem Ausgestoßenen, der nie das Arbeiten gelernt hat, erscheint eine Gruppe einer sehr verschiedenen Klasse die, aus entgegengesetztem Grund ebenfalls nicht genügend Übung im Arbeiten hat. Es sind dies die Reichen, die "es nicht nötig haben zu arbeiten" - zumindestens nicht für den Lebensunterhalt - das "Brot des Lebens" ist weder hier noch dort. Die Konditorschachtel, das Symbol für Überfluß, begleitet diese. Es ist eine englische Besonderheit; ich kann mich nicht daran erinnern, sie je im Ausland gesehen zu haben, obwohl dort etwas ähnliches genutzt werden muß. Als ich nach einigen Jahren nach England zurückgekehrt war, widerfuhr mir stets "sozialistisches Magendrücken", wenn ich dieses Reichtumssymbol sah, gleich, wie unvernünftig dieses Gefühl gewesen sein mag. An der Konditorschachtel vorbei kommen zwei verheiratete Damen. Die ältere und ernstere der beiden widmet ihre Energien dem Verteilen von Traktaten und hat gerade eins, das mit: "Des Tagelöhners Zuflucht oder Trank für durstige Seelen" betitelt ist, dem etwas kompromißlosen Typ des Erdarbeiters, der gerade die Leiter herunterklettert, zugeworfen: er verschmäht es, aber mit Gutmütigkeit. Diese wohlmeinende Dame hat wohl nie darüber nachgedacht, daß die Erdarbeiter wohl eher der Meinung sind, daß umgekehrt die Damen aus dem Erhalt von Traktaten, die die Vorstellungen der Erdarbeiter enthalten, Nutzen ziehen könnten! Ebensowenig denken sie wohl daran, daß Erdarbeiter geschickte Facharbeiter sind, in erster Linie scharfsinnige Denker und allgemein Männer mit großer Erfahrung im Leben, so wie sich ihnen das Leben präsentiert. Vor ihr ist die Damen, deren einzige Aufgabe im Leben bislang darin besteht, sich für uns schön zu kleiden und gut auszusehen. Sie besitzt wahrscheinlich alles, was dem Leben Genuß verleiht; was kann sie denn anderes tun, als den flüchtigen Augenblick zu genießen und, jemand anders wünschen? Ich zweifellos nicht, verehrte Dame. Nur in Ihrem eigenen Interesse, angesichts der Tatsache, daß gewisse Segnungen nicht für immer sichergestellt werden können - da z.B. die Gesundheit nachlassen, Schönheit verblassen, Genüsse durch Wiederholungen ihren Reiz verlieren können - werde ich keine Anspielungen auf die größeren Katastrophe, die der Körper erbt, machen - in Anbetracht all' dessen, wären sie wohl weniger darin vertieft, den außerordentlich schönen winzigen Greyhound in der roten Jacke, der durch diesen Kalk laufen will zu beobachten, würde ich Sie darum bitten, Ihre Aufmerksamkeit auf meine Gruppe kleiner, außerordentlich zerlumpter, schmutziger Kinder im Vordergrund meines Bildes zu richten, an denen Sie gerade im Begriff sind, vorbeizugehen. Ich würde, falls erlaubt, feststellen, daß, obwohl sie zunächst wie eine solche Gruppe zerlumpter, schmutziger Bälger scheinen, die überall stören und Krach machen, sie doch, wenn man sie aufmerksam betrachtet, ebenso wie Insekten, Weichtiere, Kleinpflanzen, u.a. Eigenschaften entwickeln, die eine höchst interessante Untersuchung ermöglichen und die Gedanken zu jenen Zeiten beschäftigen, wenn alles andere vielleicht seinen Reiz verliert. Daß sei mutterlos sind, zeigen die schwarzen Schleifen des Säuglings und ihre extreme Vernachlässigtheit, was sie der Berücksichtigung umso würdiger macht; eine Mutter, gleich wie notleidend, würde kaum die Älteste solch' einer Zwangslage überlassen. Was den Vater betrifft, zweifle ich nicht daran, daß er trinkt und von einem Polizeigericht wegen ihrer Vernachlässigung verurteilt wird. Das älteste Mädchen, nicht mehr als zehn, armes Kind!, sieht sehr erschöpft aus und ist dünn; für sein Kleid, offensichtlich das mitleidsvolle Geschenk irgendeines Erwachsenen, hat es weder die Geschicklichkeit, noch die Mittel, um es an seine winzige Größe anzupassen - es ist daher furchtbar unordentlich, und die Art, wie es seinen Bruder an den Haaren zieht, sieht zänkisch und unvorteilhaft für sie aus. Aber dann scheint ein Rest von Häuslichkeit durch seine unordentliche Hülle zu dringen, da die Jüngeren versorgt sind und sich an es schmiegen, wie an eine Mutter; das sonnenverbrannte Baby, das so wundervoll ernst und vernünftig aussieht, wie alle Babies es tun, wie ich auch nicht daran zweifle, daß Ihr eigener kleiner Engel, schlafend in seiner reizenden Wiege, so aussieht, ist dick und gut beieinander; ihm wurde sogar Trauerkleidung angezogen. Das andere Kleine, obwohl es anstatt an einer Zuckererbse an einer Karotte lutscht und barfuß ist, erscheint glücklich, während es die Arbeiter beobachtet. Die Versorgung der zwei Kleinen ist eine sorgenvolle Belastung für das ältere Mädchen und aus ihm wurde vorzeitig ein zänkisches Weib, während es mit diesem Jungen fertig werden mußte - dieser Junge, obwohl er einfröhlicher, gutmütig aussehender Bohemien ist, ist offensichtlich die Plage ihres Lebens, so wie Jungen es immer sind. Sogar jetzt will er den Schubkarren des Arbeiters nicht in Ruhe lassen und wird kräftig an den Haaren gezogen, was verständlich ist. Der Hund, der sie begleitet, ist offensichtlich von der gleichen Außenseiterart, wie sie selbst. Die Notwendigkeit, für sein Leben in einer harten Welt kämpfen zu müssen, hat sein Gemüt verbittert und er kämpft häufig, wie Sie vielleicht an seinem zerrissenen Ohr sehen; aber die armen Kinder können mit ihm machen, was sie wollen; rauher Demokrat, der er ist, ist er zärtlich zu ihnen, er haßt nur die Speichellecker der Aristokratie in roten Jacken. Das Paar zu Pferd in der Mitte hinten besteht aus einem Herrn, noch jung, und seiner Tochter. (Die Reichen und die Armen heiraten beide frühzeitig, nur diejenigen mit gemäßigtem Einkommen zögern.) Der Herr ist augenscheinlich sehr reich, wahrscheinlich ein Oberst in der Armee, mit einem Sitz im Parlament und fünfzehntausend im Jahr und einem Rudel Jagdhunde. Er ist kein überangezogener Mann nach Art der Kleiderpuppe des Schneiders - er trägt sein Vermögen nicht am Körper, dafür ist er zu reich; überdies erscheint er mir als ehrlicher, aufrichtiger Ehrenmann (er wurde nach einem gemalt, den ich kenne) und könnte er nur dazu gebracht worden, das zu hören, was die zwei Weisen in der Ecke zu sagen haben, ich zweifle nicht daran, daß sie ihn leicht für sich gewinnen könnten. Aber die Straße ist versperrt und die Tochter sagt, wir müssen zurück, Papa, um den anderen Weg herum. Der Mann mit dem Biertablett, der so lustvoll "Beer ho!" ruft, ist ein Muster für städtischen Schneid und Energie im Gegensatz zu ländlicher Muskelkraft. Er ist bucklig, im Wachstum gehemmt und in allen Geschmacksfragen so vulgär, wie Birmingham ihn im 19. Jh. prägen kann. Als Kind litt er wahrscheinlich Hunger, verkümmerte durch Gin und wurde vermutlich überfahren. Aber durch Energie brachte er es zum wohlhabenden Biermann, "sehr angesehen", und auf seine Art ist er auch eine Art Held; das schwarze Auge erhielt er, als er als Polizist für das Unternehmen seines Herrn fungierte anläßlich eines Zusammenstoßes mit irgendeinem riesigen Raufbold, den er im Kampf besiegt hat und den er durch die Drehtür des Wirtshauses auf das Pflaster hin streckte. An der Wand sind Poster und Plakate, eines des "Boy's Home, 41 Euston Road", das die Dame, die Traktate verteilt, im Moment zweifelsohne billigen wird und in das sie den Balg, der mit dem Schubkarren spielt, unterbringen wird; eines von "The Working Men's College, Great Ormond Street" (Die Arbeiterbildungseinrichtung von Maurice, K.T.), oder, wenn sie gegen diese etwas einzuwenden haben, eine Polizeischrift, in der 50 1. Belohnung in einer Angelegenheit von Straßenraub angeboten werden. Hinten in der Ferne sehen wir den Hörsaal des "Flamstead Institute of Arts", wo Professor Snoox gerade im Begriff ist, seinen interessanten Vortrag über die Gewohnheiten der Hauskatze zu wiederholen. Empörte Miezekätzchen oben auf dem Dach weisen seine Theorie 'in toto' zurück. Die weniger wichtigen Figuren im Hintergrund erfordern nur wenige Anmerkungen. Bobus, unser alter Freund, der Würstchenmacher von Houndsditch aus "Past and Present" ist im Begriff nach Middlesex zu gehen, nachdem er sich ein enormes Vermögen (er prahlt gerade damit) in Vorwegnahme der "French Hippophage Society" durch die Einführung von Pferdefleisch als einem billigen Artikel menschlicher Ernährung gesichert hat. Er hat, seinen alten Taktiken getreu, alle Müßiggänger der Umgebung eingestellt, um seine Werbebretter zu tragen. Da eines zu viel fürdie Träger da ist, hat eine alte Frau sich erboten, das Überzählige zu tragen. Der Vorfall, wobei der Polizist ein Apfelsinenmädchen bei dem abscheulichen Vergehen, ihren Korb auf einen Pfahl zu stützen, erwischt hat, und der selbst in Form eines Stoßes, der die Früchte über die ganze Straße schleudert, Recht spricht, kommt häufig vor oder kam häufig vor - vielleicht "tut die Polizei solche Dinge (heutzutage) nie". Ich muß leider sagen, daß die meisten meiner Freunde, wenn sie diesen Teil des Bildes untersuchten, darüber gelacht haben, wie über einen guten Witz. Nur zwei Männer sahen den Umstand in einem anderen Licht; einer von ihnen war der junge Ire, der den Säugling mit Brei füttert. Mit seinem Daumen darauf zeigend, sagt er mit noch zitterndem Mund: "Hiervon mein Herr, weiß ich, daß es zutrifft". De andere war ein Geistlicher; seine Aussage hätte wahrscheinlich mehr Gewicht. Diesen Teil des Werkes widme ich den Polizeichefs. Durch dieses Bild habe ich einige Erfahrungen über die Klasse der Erdarbeiter gesammelt. Ich kam meist zu dem Ergebnis, daß man,w wenn man die äußere Kruste der "schlimmen Schande" durchbrechen kann, die sie, wie die meisten Engländer, umgibt und die, im Falle der Erdarbeiter meiner Ansicht nach die Ursache eines Großteils ihrer ordinären Ausdrucksweise ist, man ernsthafte, intelligente Männer findet. Ihre Ansichten enthalten viel Interessantes und in etwa den gleichen Teil an Moralität und Feingefühl, wie man ihn meistens unter Männern der produktiven und gefährdeten Schichten findet; denn daran, daß ihr Leben voller Bedrohung und Gefahr ist, sollte wohl niemand zweifeln. Man könnte viele Geschichten über den Mut und die Ausdauer der Erdarbeiter erzählen, wenn dies der Platz dafür wäre. Ein Ereignis, das auf eigentümliche Weise mit diesem Bild verbunden ist, ist die traurige Tatsache, daß einer der gleichen Männer, die dafür Modell saßen, sein Leben durch einen Unfall auf einem Gerüst verlor, ehe ich ganz mit seinem Porträt fertig war. Ich erinnere mich daran, daß der arme Kerl mir unter anderem erzählte, wie ihn einmal eine Arbeit nervös machte und dies war, als er Karren voll Erde über ein schmales Brett über einen reißenden Fluß in einer Höhe von 80 Fuß über dem Wasser schieben mußte. Er beschwerte sich jedoch nicht über die Höhe, sondern über die fließende Bewegung des Wassers darunter. Schließlich bleibt mir nur noch zu bemerken, daß der Effekt des heißen Juli-Sonnenlichtes, der in diesem Bild angestrebt wurde, eingeführt wurde, weil er auf eigentümliche Weise geeignet erscheint, Arbeit in all ihrer Härte darzustellen, und nicht aufgrund irgendeiner Vorliebe für diese Art von Licht gegenüber irgendeiner anderen. N.B. - In einigen Fällen hatte ich den Vorteil von Sitzungen it bedeutenden Persönlichkeiten die, trotz persönlicher Zeitverluste, freundlicherweise zur größeren Echtheit einiger Figuren beitrugen. Da mein Ziel jedoch in allen Fällen darin besteht, Typen und nicht Individuen zu entwerfen, und da ich es darüberhinaus nie in Erwägung zog, ihre Berühmtheit für meinen eigenen Ruf zu nützen, sehe ich davon ab, ihre Namen zu publizieren. Die bedeutendsten der sitzenden Figuren für "Work" sind natürlich Thomas Carlyle und Frederick Denis Maurice. Das Carlylesche Motiv des Bildes ist in der Tat so offensichtlich, daß es kaum nötig ist, es zu erwähnen. Es ist mir nicht ganz möglich zu sagen, ob das Thema durch "Past and Present" selbst angeregt wurde oder ob es sich gänzlich aus sich selbst heraus entwickelte. Ich besitze zufällig ein Exemplar von diesem Werk. Es ist aus der amerikanischen Ausgabe von 1840 und ist höchstwahrscheinlich von einem Antiquariat erworben. Das Datum seines Erwerbs ist nicht angegeben, aber es trägt Zeichen häufigen Durchsehens, und Passagen, die sich auf den großen Mr. Bobus beziehen und viele, die das Evangelium des "Work" verkünden, sind mit Bleistift markiert. (eigene Übersetzung aus: Clayre, Alasdair (Hg.): Nature and Industrialization, Oxford 1977, S.316-320).